Stellungnahme zum Abstimmungsresultat

Landschaftszerstörung konnte nicht verhindert werden

Mit dem Ja zum Autobahnzubringer Obfelden/Ottenbach haben die Stimmberechtigten ein Projekt angenommen, welches bezüglich Natur- und Landschaftsschutz kritisch zu beurteilen ist.

Mit Bedauern nimmt das «Komitee gegen die Zerstörung der Reusslandschaft» von der Zustimmung zum Autobahnzubringer A4 Obfelden/Ottenbach Kenntnis. Das Argument der Befürworterinnen und Befürworter, dass sich durch den Bau des Autobahnzubringers die Gefährdung des Langsamverkehrs, insbesondere der Kinder, verringere, hat die Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons Zürich ja stimmen lassen. Das Komitee erwartet vom Zürcher Regierungsrat und den Behörden der beiden Gemeinden, dass sie ihre Versprechen bezüglich der Beruhigung der Dorfzentren in Obfelden und Ottenbach einhalten. Massnahmen wie Tempo dreissig auf den Dorfstrassen sind unverzüglich umzusetzen. Es besteht kein Grund, damit zuzuwarten, bis der Autobahnzubringer vielleicht dann wirklich mal realisiert wird.
 
Die geplante Strasse tangiert Schutzgebiete von nationaler Bedeutung und führt durch eine Landschaftsschutzzone. Die lokalen Interessensgemeinschaften und die kantonalen Naturschutzverbände werden die Planung weiterhin kritisch verfolgen. Das Komitee fordert den Regierungsrat auf, den Schutz zu respektieren und mit grösster Sorgfalt weiter zu planen, da ansonsten  gegebenenfalls mit Beschwerden gegen das Ausführungsprojekt gerechnet werden muss. Am Beispiel der Oberlandautobahn hat das Bundesgericht gezeigt, dass es den Verfassungsauftrag zum Schutz der Natur und der Landschaft höher gewichtet als den masslosen Strassenbau.

PDF der Medienmitteilung

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